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Schlechte Nachrichten für Diners Club Karteninhaber in Österreich, die bisher Fintechs wie Revolut genutzt haben, um mit ihren fixen Kosten wie Miete oder Strom Meilen zu sammeln.

So teilte der österreichische Kartenherausgeber Card Complete Ende vergangener Woche betroffenen Kunden in einer „Änderung der Teilnahmebedingungen Bonus Selection“ mit, dass das Aufladen von Zahlungs- und E-Geld-Konten bei Anbietern wie Revolut, Wise oder Western Union künftig nicht mehr zur Punktesammlung berechtigt.

Damit endet der Weg in Österreich, den viele Karteninhaber genutzt haben, um über Aufladungen von Revolut Miles & More Meilen zu sammeln.

Auf den Punkt

  • Was ändert sich: Kryptowährungen und Geldtransferdienste, darunter Aufladungen bei Revolut, Wise und Western Union, bringen keine Bonuspunkte mehr.
  • Ab wann: 1. Oktober 2026
  • Wer ist betroffen: Alle Inhaber einer Diners Club International Privat- oder Firmenkarte der österreichischen Card Complete Service Bank.
  • Was bleibt: Normale Einkäufe sammeln weiter, auch wenn du sie über Curve abwickelst. Bereits gutgeschriebene Bonuspunkte bleiben unberührt.
  • Wichtig: Ab dem Ausspruch einer Kündigung des Kartenvertrags werden keine neuen Punkte mehr gutgeschrieben. Ein Widerspruch ist bis 30. September 2026 möglich, beendet aber automatisch deine Teilnahme an der Bonus Selection.

Änderungen der Bonus Selection Bedingungen

In Österreich betreibt Diners Club mit der Bonus Selection ein eigenes Bonusprogramm. Angemeldete Karteninhaber sammeln je 8 Euro Umsatz mit ihrer Diners 1 Bonuspunkt, gesammelte Bonuspunkte können anschließend im Verhältnis 1 zu 4 in Miles & More Meilen umgewandelt werden (bei einigen älteren Karten sogar mit einer Rate 1 zu 6).

Bisher waren vom Punktesammeln nur die Jahresgebühr, Zinsen, Spesen, sonstige Gebühren, Bargeldbehebungen sowie Umsätze in der Casino- und Wettbranche ausgenommen. Die Fassung mit Stand Juli 2026 erweitert diese Liste um zwei Kategorien: Kryptowährungen und, deutlich folgenreicher, Geldtransferdienste (z. B. Überweisungsdienste, Aufladen von Bankkonten oder E-Geld-Konten bei Zahlungsdienstleistern). Im Kundenschreiben wird das noch konkreter und nennt Revolut, Wise und Western Union namentlich als Beispiele.

Card Complete stellt in derselben Klausel klar, dass die Einschränkung nur für Transaktionen ab Inkrafttreten gilt und bereits gutgeschriebene Bonuspunkte davon unberührt bleiben. Wer in den vergangenen Monaten Punkte über Kontoaufladungen gesammelt hat, muss also keine Rückbuchung befürchten. Auch die reguläre Gültigkeit von 36 Monaten ab der Umsatznachricht, auf der ein Punkt zuerst ausgewiesen wird, bleibt bestehen.

Diners Club hat in Österreich und Deutschland eine überschaubare Akzeptanz, weshalb sich über die Jahre eine Standardlösung etabliert hat: Die Karte wird bei Curve hinterlegt, bezahlt wird mit der Curve Mastercard, abgerechnet im Hintergrund über die Diners Club Kreditkarte. Damit ließ sich die Karte praktisch überall einsetzen.

Der zweite Schritt war naheliegend, und in österreichischen Meilen-Communities entsprechend verbreitet: Über Curve wurde das Revolut-Konto aufgeladen, was bei Diners Club bislang (in der Regel) als normaler Umsatz registriert wurde und pro 8 Euro mit einem Bonuspunkt belohnt wurde.

junges Paar Überweisungen am Laptop Miles & More beendet Meilengutschriften für Fintechs wie Revolut, Paypal, payzy, BVVA
Antonio_Diaz/ iStock

Umsätze mit Curve und Diners Club

Dagegen sollen reguläre Umsätze über Curve weiterhin bepunktet werden, wenn du also z. B. deinen Einkauf im Supermarkt mit Curve zahlst und dann deine Diners Club Karte belastest, sammelst du weiterhin Bonuspunkte.

Curve wird in den Teilnahmebedingungen nicht einmal genannt, ausgeschlossen ist die Art der Transaktion und nicht der Anbieter selber. Erst die Aufladung eines Zahlungs- oder E-Geld-Kontos fällt unter die neue Klausel.

Sollten den aktuellen Informationen zum Trotz für über Curve abgewickelte Umsätze keine Bonuspunkte mehr gutgeschrieben werden, wäre der Wert der Karte allerdings neu zu bewerten.

Wie bei solchen Änderungen üblich gilt die neue Fassung als vereinbart, wenn du nicht fristgerecht widersprichst. Der Widerspruch muss spätestens am 30. September 2026 bei Card Complete einlangen, möglich ist er unter anderem über das Diners Club E-Konto.

Nur führt ein Widerspruch laut Schreiben automatisch zur Beendigung deiner Teilnahme an der Bonus Selection. Du behältst also nicht die alten Bedingungen, sondern verlierst das Punkteprogramm vollständig, und mit dem Zugang der Mitteilung verfallen laut Punkt 6.3 der Teilnahmebedingungen auch die noch nicht eingelösten Bonuspunkte. Wer die Karte weiterhin zum Sammeln nutzen will, sollte also nichts tun. Wer widerspricht, muss seine Punkte vorher einlösen.

Ab dem Ausspruch einer Kündigung des Kartenvertrags werden für die Dauer der Kündigungsfrist keine neuen Bonuspunkte mehr generiert. Das gilt unabhängig davon, ob du selbst kündigst oder Card Complete den Vertrag beendet.

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Warum Kartenherausgeber solche Umsätze ausschließen

Die Änderung von Card Complete für Diners Club Karten in Österreich kommt nicht unerwartet, denn in der Vergangenheit haben bereits mehrere Banken und Kartenherausgeber das Meilensammeln über Kontoaufladungen gestoppt.

Kartenherausgeber verdienen an solchen Umsätzen praktisch nichts, weil kein Händler-Interchange anfällt aber gleichzeitig Rückstellungen für Prämien in Form von Punkten oder Meilen gebildet werden müssen.

Wer bei Diners Club bisher primär Karteninhaber war, um auf diese Weise für Überweisungen Meilen zu sammeln, kann eine andere Karte wie die Austrian Miles & More Premiumcard von Erste Bank und Sparkasse in Betracht ziehen, deren Jahresgebühr aber über jener der meisten Diners Club Karten liegt.

Diners Club Alternativen in Österreich

Obwohl Diners Club in den vergangenen Jahren zahlreiche Verschlechterungen und Einschränkungen vorgenommen hat, sind die Karten in Bezug auf die Jahresgebühr und Leistungen wie kostenfreie Loungezutritte und Versicherungsleistungen weiter eine solide Wahl. Durch die Diners bleiben deine gesammelten Miles & More Meilen auch ohne Vielfliegerstatus vor dem Verfall nach sonst 36 Monaten geschützt, was ebenfalls ein wertvoller Vorteil ist.

Eine Alternative könnte die Miles & More Kreditkarte der Deutschen Bank sein, die teilweise auch Kunden mit einem Wohnsitz in Österreich akzeptiert – jedoch zunächst mit nur geringem Verfügungsrahmen von lediglich 500 Euro pro Monat. Wer dagegen Wert auf mehr Lounge-Zugang und jährliche Guthaben legt, kann bis Ende August mit der österreichischen American Express Platinum Card von einem zusätzlichen Willkommensbonus von 30.000 Membership Rewards Punkten profitieren.

Für weitere Tipps zum Sammeln von Meilen und Punkten in Österreich abonniere unseren PointsMag-Österreich-Newsletter.

Titelfoto von Vitaly Gariev/ Unsplash

Häufige Fragen

Gilt die Änderung nur für Diners Club Karten in Österreich?

Betroffen sind die von der card complete Service Bank AG in Wien ausgegebenen Diners Club International Privat- und Firmenkarten. Das ist der österreichische Kartenbestand, über den auch die in Deutschland vertriebenen Diners Club Karten dieses Emittenten laufen.

Sammle ich in Österreich mit Curve weiterhin Bonuspunkte?

Ja. Ausgeschlossen sind ab 1. Oktober 2026 nur Kryptowährungen und Geldtransferdienste, also etwa Aufladungen bei Revolut, Wise oder Western Union. Reguläre Einkäufe über Curve mit hinterlegter Diners Club Karte sammeln unverändert weiter.

Sind meine Miles & More Meilen dadurch in Gefahr?

Nein. Der Verfallsschutz über eine aktive Diners Club Karte bleibt bestehen, dafür genügt weiterhin ein monatlicher meilenfähiger Umsatz. Auch bereits gutgeschriebene Bonuspunkte bleiben unberührt.

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Willkommensbonus: 4.000 Meilen + 40 Points + 100 € Lufthansa Gutschein (bis 31. August 2026)

Weitere Vorteile: Meilenverfall-Schutz, Marriott Bonvoy Silver Elite, Avis Preferred Plus, Wolt+, Flexiroam Datenvolumen, Schneller zum Vielfliegerstatus: Meilen in Points tauschen

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