Wer mit Lufthansa innerhalb Europas fliegt, kennt das Bild: ältere dünne Sitze, volle Gepäckfächer – und statt einer Lademöglichkeit am Sitz gibt es neuerdings ein Nutzungsverbot für Powerbanks an Bord. Das ändert sich jetzt, zumindest teilweise.
Lufthansa hat mit dem Umbau von 38 Airbus A320 begonnen – die erste umgerüstete Maschine ist seit Mitte Februar bereits im Einsatz.
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Die neue Kabine bekommt Sitze des italienischen Herstellers Geven, die in ähnlicher Form auch schon bei Konzerntochter ITA Airways im Einsatz sind. Im Gegensatz zum Sitz der aktuellen Europa-Kabine der Lufthansa bieten diese immerhin bewegliche Kopfstützen. Jeder Sitzplatz erhält außerdem einen eigenen USB-A- und USB-C-Anschluss sowie eine Halterung für Tablets und Smartphones.
Das Design der neuen Kabine orientiert sich optisch an den Langstrecken-Neuauslieferungen von Lufthansa, wobei ein dunkles Blau das bisherige etwas trist wirkende Grau ablöst.
Die Gepäckfächer wachsen um 40 Prozent, weil das Gepäck jetzt vertikal verstaut wird – wer schon mal in einer moderneren A320neo gesessen hat, kennt das Prinzip. Laut Lufthansa soll das nicht nur mehr Platz schaffen, sondern auch das Boarding beschleunigen. In der Business Class gibt es zusätzlich eine weiter nach hinten verstellbare Rückenlehne.
„Unser Anspruch ist klar: Wir möchten unseren Gästen auch auf der Kurz- und Mittelstrecke ein Premium-Erlebnis bieten. Die A320-Familie ist unsere größte Flotte – deshalb investieren wir in die Modernisierung von mehr als 30 Flugzeugen“, so Lufthansa-CEO Jens Ritter. Ob USB-Anschlüsse und größere Gepäckfächer auf ausgewählten Maschinen dafür ausreichen, bleibt zweifelhaft.
Auf den Pressefotos fällt außerdem auf: Zwischen Business und Economy Class ist ein neuer Kabinen-Divider zu sehen, aber kein klassischer Gangvorhang. Ob das bewusst so geplant ist oder ob der Vorhang für die Aufnahmen entfernt wurde, haben wir bei Lufthansa angefragt und werden hier berichten, sobald eine Antwort vorliegt.
Der Umbau einer Maschine dauert laut Lufthansa rund 30 Tage, dabei werden etwa 1.000 Bauteile von rund 100 Lieferanten neu eingebaut. Die gesamte Umrüstung soll bis 2029 dauern – also noch mindestens drei Jahre. Solange werden bei Lufthansa allein auf der Kurz- und Mittelstrecke drei verschiedene Sitz- und Kabinendesigns gleichzeitig im Einsatz sein.
Titelfoto von Lufthansa
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