Die Lufthansa Group weitet ihr Light-Tarifsystem ab sofort auf Business Class und Premium Economy aus. Wie zuerst Travel Dealz berichtete, soll der neue Tarif für Tickets ab dem 17. März 2026 auf ausgewählten Langstrecken bei Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Discover Airlines und Brussels Airlines gelten.
Bisher gab es Light-Tarife bei der Lufthansa Group nur in der Economy Class, nicht in Premium-Reiseklassen wie der Business Class. Der neue Tarif ist vorerst auf Strecken von und nach Asien, Afrika, Nahost sowie Mittel- und Südamerika geplant, nach Nordamerika, Japan, Singapur, China, Malaysia und Australien bleibt das Tarifangebot zunächst unverändert.
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Was ändert sich konkret?
Die wichtigste Neuerung: weniger Freigepäck und eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung. In der Business Class ist beim Light-Tarif nur noch ein aufgegebenes Gepäckstück bis 32 Kilogramm enthalten statt bisher zwei. In der Premium Economy sinkt die Freigepäckmenge von zwei auf ein Stück bis 23 Kilogramm.
| Leistung | Premium Economy Light | Premium Economy Basic | Business Light | Business Basic |
| Freigepäck | 1x 23 kg | 2x 23 kg | 1x 32 kg | 1x 32 kg |
| Handgepäck | 1x 8 kg + Personal Item | 1x 8 kg + Personal Item8 kg + Personal Item | 2x 8 kg + Personal Item | 2x 8 kg + Personal Item |
| Sitzplatzreservierung | ab 45 € | ab 45 € | 80–120 € | inklusive (Aufpreis bei Allegris möglich) |
| Loungezugang | gegen Gebühr | gegen Gebühr | inklusive | inklusive |
| Umbuchung | 400 € | 250 € | 500 € | 400 € |
| Erstattung | nicht erstattbar | nicht erstattbar | nicht erstattbar | nicht erstattbar |
Auch Statuskunden sollen für den Sitzplatz zahlen
Die Sitzplatzreservierung im neuen Premium Economy und Business Light-Tarif wird auch für Vielflieger mit Senator- oder HON-Circle-Status kostenpflichtig. Zwar dürfen diese ebenso wie andere Star-Alliance-Gold-Mitglieder auch weiterhin ein zusätzliches Gepäckstück aufgeben, doch bei der Sitzplatzauswahl im Light-Tarif bringt der Status dagegen keinerlei Vorteile.
Premium-Anspruch trifft Unbundling-Realität
Während Carsten Spohr bei jeder Gelegenheit die klare Premium-Positionierung der Lufthansa betont, ist nun auch die Lufthansa Group bei Unbundling-Tarifen in Premium-Reiseklassen angekommen. Die Lufthansa Group folgt dem Branchentrend des Unbundlings, bei dem Airlines Leistungen aus dem Basisticket herauslösen und einzeln bepreisen. Auch wenn das auf dem Papier mehr Flexibilität und günstigere Einstiegspreise verspricht, bedeutet es für die meisten Reisenden eine versteckte Preissteigerung.
Das passt zum im Hintergrund laufenden Turnaround-Programm der Lufthansa, mit dem bis Ende 2026 ein Bruttoergebniseffekt von 1,5 Milliarden Euro erreicht werden soll – zu zwei Dritteln aus Kostensenkungen.
Größter Kritikpunkt unter Lufthansa-Vielfliegern ist die kostenpflichtige Sitzplatzauswahl Business Light-Tarif, selbst für Miles & More Senator und HON Circle Statusinhaber. Lufthansa riskiert damit, ausgerechnet die Reisenden zu verärgern, die am verlässlichsten bei ihr buchen.
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