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Ein Rollentausch kann neue Perspektiven eröffnen – so hat Lufthansa CEO Jens Ritter einen Tag im Leben eines Flugbegleiters gearbeitet, als er kürzlich auf einem Flug nach Riad in Saudi-Arabien und Bahrain zum zum „zusätzlichen Besatzungsmitglied“ geworden war.

Jens Ritter beschrieb seine Erfahrungen als Mitglied des Kabinenpersonals und sagte, er sei mit dem Gedanken in den Flug gegangen, dass er aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung als Pilot bereits ein gutes Verständnis davon habe, was Flugbegleiter tun … wie sehr er sich geirrt habe.

„Ich arbeite seit vielen Jahren für die Lufthansa Group. Aber ich hatte nie die Gelegenheit, als Teil des Kabinenpersonals zu arbeiten. Und ehrlich gesagt war das so interessant und auch herausfordernd“, schildert Ritter seine Erfahrungen auf LinkedIn.

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Lufthansa CEO Jens Ritter arbeitete einen Tag in der Rolle eines Flugbegleiters
Foto: Jens Ritter – Lufthansa/ LinkedIn

“Ich war erstaunt, wie viel zu organisieren ist, insbesondere wenn etwas nicht wie geplant verläuft – zum Beispiel waren die auf den Menükarten angebotenen Mahlzeiten nicht genau die an Bord geladenen Mahlzeiten.“

Jens Ritter ist seit April 2022 Chief Executive Officer (CEO)  der Lufthansa Airlines, seine Karriere begann er jedoch vor 23 Jahren als Airbus-A320-Pilot in München. Ritter wechselte 2008 zu den größeren Airbus-Modellen A330 und A340, bevor er 2014 das Kommando über den A320 bei der Billigtochter Germanwings übernahm.

Seit 2005 war Ritter auch in verschiedenen Führungspositionen tätig, zunächst bei Lufthansa Airlines, bevor er größere Aufgaben bei Austrian Airlines und Eurowings übernahm, wo er als Chief Operating Officer tätig war, bevor er zum Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa aufstieg.

Jens Ritter als Flugbegleiter beim Service in der Business Class
Foto: Jens Ritter – Lufthansa/ LinkedIn

Auf dem Hinflug half der 50-jährige Lufthansa CEO dem Kabinenpersonal als Flugbegleiter in der Business Class, doch auf dem Rückflug nach Hause habe er nach eigenen Angaben erstmals Erfahrungen in der Economy Class gemacht.

Erstaunt zeigte sich Ritter darüber, wieviel er in der wenigen Zeit erfahren und gelernt habe erstaunt. „Entscheidungen im Büro werden anders sein, wenn man die Entscheidungen wirklich spürt. Vielen Dank an die tolle Crew, die lieben Gäste und alle Beteiligten, die dieses Erlebnis ermöglicht haben“, sagte Ritter in seinem Beitrag.

Anfang dieses Monats wurde bekannt, dass Lufthansa Flugbegleitern hohe Prämien für die Arbeit an ihren freien Tagen und den Verzicht auf den Urlaub anbot, um die Fluglinie der Fluggesellschaft in den geschäftigen Sommermonaten aufrechtzuerhalten.

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Lufthansa hat das Reisechaos, das letztes Jahr einen Großteil der Luftfahrtbranche erfasste, weitgehend vermieden, aber die Fluggesellschaft operiert immer noch mit weniger Kabinenpersonal, als es erforderlich wäre.

Auf den Flügen, an denen Ritter arbeitete, hatten die Flugbegleiter das Glück, ein zusätzliches Besatzungsmitglied bei sich zu haben. Die Fluggesellschaft entschädigt jedoch Flugbegleiter für Situationen, in denen Flüge aufgrund von Personalmangel mit weniger als der normalen Besatzung abfliegen.

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