Im März hatte Lufthansa einen Light-Tarif in der Business Class und Premium Economy auf ausgewählten Langstrecken eingeführt, seit dieser Woche ist dieser nun auch auf USA-Flügen verfügbar. Denn auch Joint-Venture-Partner United Airlines hat das neue Tarifmodell übernommen und bietet Passagieren so mehr Auswahlmöglichkeiten bei Tarifen und leider auch Einschränkungen, die es zu beachten gilt.
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Wer zukünftig etwas Geld bei der Buchung eines Business Class Light oder Basic (wie der Tarif bei United heißt) sparen möchte, muss dabei möglicherweise nicht nur auf eine kostenfreie Sitzplatzauswahl oder zusätzliches Aufgabegepäck verzichten, sondern auch Einschränkungen beim Lounge-Zugang hinnehmen.
So bietet United Airlines Reisenden mit einem Business Class Light-/Basic-Tarif ab sofort zwar Zugang zu den United Club Lounges, dagegen ist der Zugang zu den hochwertigeren United Polaris Lounges nur noch mit vollwertigen Business Class-Tarifen von United und ausgewählten Airlines möglich.
United Polaris Lounge neue Zugangsregeln
Bisher war der Zutritt zu den Polaris Lounges mit einem internationalen Business Class-Ticket einer beliebigen Star Alliance Fluggesellschaft möglich. Zukünftig gelten für den Zugang zu United Polaris Lounges deutlich strengere Regeln und Einschränkungen:
- United Polaris Business Class im Tarif Standard oder Flexible, auch nach Ankunft z.B. bei einem Anschlussflug
- Lufthansa, Swiss, Austrian oder Brussels Airlines Business Class Ticket im Tarif Basic oder Flex
- ITA Airways, Air New Zealand oder ANA Business Class Ticket unabhängig des gebuchten Tarifs
- First Class Reisende mit Lufthansa, Swiss oder ANA unabhängig des gebuchten Tarifs
Business Class Reisende mit einem Light-Tarif der Lufthansa, Swiss oder Austrian erhalten also keinen Zugang mehr zu den Polaris Lounges, dürfen jedoch kostenfrei die United Clubs nutzen. Das gilt auch für Business Class Passagiere anderer Star Alliance Partner-Fluggesellschaften wie z.B. Air Canada, LOT Polish Airlines oder Turkish Airlines.
Noch härter trifft es Mitglieder des United Treueprogramms MileagePlus, denn in den günstigeren Basic-Tarifen ist das Sammeln von Prämienmeilen nicht mehr möglich. Stattdessen werden Mitgliedern nur noch Plus Points zum Erreichen eines MileagePlus-Status gutgeschrieben.
Unbundling als Branchentrend
Beschränkungen beim Lounge-Zugang selbst für Business Class Passagiere sind bei US-amerikanischen Airlines nicht neu. So ist der Zutritt zu den Delta One Lounges auf Business Class Reisende mit Delta und ausgewählten Partnerairlines begrenzt; Air Canada erlaubt z.B. keinen Zutritt zu den Signature Lounges in Verbindung mit Prämientickets.
Auch wenn nordamerikanische Airlines hier immer ein wenig restriktiver waren, so folgt dies dennoch dem Branchentrend. Das sogenannte Unbundling, also die Entflechtung von klassischen Tarifbestandteilen wie Gepäck, Sitzplatzreservierung und -auswahl oder Statusvorteilen, ist noch lange nicht abgeschlossen.
Es wäre also wenig überraschend, wenn wir auch bei europäischen Airlines in der Zukunft weitere Einschränkungen z.B. beim Handgepäck oder Lounge-Zugang in den günstigsten Tarifklassen sehen werden.
Solltest du auf einer deiner Reisen eine der United Polaris Lounges (Chicago, Houston, Los Angeles, Newark, San Francisco oder Washington) nutzen wollen, beachte bei der Buchung deines Tickets unbedingt die neuen Tarifbeschränkungen.
Titelfoto von Marcel Wladasch/ PointsMag
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