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Zum 1. Juli 2026 stellt Lufthansa die Verbindung zwischen Bremen (BRE) und Frankfurt (FRA) ein.

Bislang gab es bis zu fünf Flüge täglich von der Hansestadt zum größten Drehkreuz der Lufthansa. Für Vielflieger aus dem Nordwesten, die Frankfurt als Umsteigehub nutzen, ist das eine spürbare Einschränkung.

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Was Lufthansa sagt

Eine Lufthansa-Sprecherin bezeichnete die Entscheidung als Teil einer Anpassung des Streckennetzes an „Nachfrage, Wirtschaftlichkeit und operative Rahmenbedingungen“. Konkreter wird der Konzern nicht. Hintergrund ist auch die kurzfristige Einstellung von Lufthansa CityLine, die zahlreiche Zubringerflüge wegfallen ließ und den Mangel an verfügbaren Flugzeugen im Kurzstreckennetz verschärfte.

Dabei hatte Lufthansa noch im November 2024 erklärt, auf weitere Inlandsstreichungen zu verzichten. Die Verbindung Dresden–München bleibt demnach bestehen, Bremen trifft es trotzdem.

Politische Reaktionen aus Bremen

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sprach von einem „schweren Schlag für Bremen und den ganzen Nordwesten“. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt nannte die Entscheidung „nicht akzeptabel und nicht nachvollziehbar“ und forderte Lufthansa auf, sie unverzüglich zurückzunehmen. Ob das realistisch ist, bleibt offen.

Ist die Streichung womöglich nur temporär?

Durchaus bemerkenswert ist das Timing der Streichung, nur einen Tag vor dem Start der Bremer Sommerferien, welche am 2. Juli beginnen. Traditionell ist das der Zeitraum, in dem der Geschäftsreiseverkehr am schwächsten ist und eine Streichung den geringsten unmittelbaren Aufschrei erzeugt.

Dazu passend hatte Lufthansa die CityLine-Einstellung mit Unwirtschaftlichkeit begründet, was angesichts des damaligen Arbeitskonflikts mit dem Cockpit-Personal von vielen bezweifelt wurde. Wer die Strecke jetzt auch unter eigenem Betrieb streicht, liefert dafür nachträglich den wirtschaftlichen Beleg. Die Route war demnach unabhängig vom Betreiber nicht rentabel.

Die Entscheidung bettet sich in einen größeren Trend zur Konsolidierung des innerdeutschen Kurzstreckenverkehrs ein. Eine strukturelle Entwicklung, die insbesondere durch die Politik der vergangenen Jahre mit Erhöhungen der Luftverkehrsabgabe forciert wurde.

Die aktuelle Bundesregierung hat eine Senkung der Luftverkehrsteuer beschlossen, zum 1. Juli 2026 sinken Steuersätze pro Fluggast sinken um ca. 16 Prozent. Ob das zu niedrigeren Ticketpreisen für Reisende sorgt, ist jedoch umstritten. Gleichzeitig sorgt die Blockade der Strasse von Hormus weiter für eine Verknappung bei Öl und Kerosin.

Ob Lufthansa damit auch einen Hebel gegenüber dem Bremer Senat aufbaut, etwa um Entgegenkommen bei Flughafengebühren oder anderen Rahmenbedingungen zu erreichen, lässt sich von außen nicht beurteilen. Eine Rückkehr ab dem Winterflugplan (Oktober) wäre kalendarisch denkbar. Einen entsprechenden Hinweis hat Lufthansa bislang nicht gegeben.

Lufthansa Group ab Bremen

Lufthansa fliegt weiterhin täglich mehrmals von Bremen nach München und bindet die Hansestadt so ans Langstreckennetz an. Wer jedoch Verbindungen ab Frankfurt benötigt, muss umplanen.

SWISS bedient weiterhin die Strecke Zürich–Bremen und bietet so ebenfalls Anschlussmöglichkeiten auf der Mittel- und Lansgtrecke. Gleichzeitig Austrian erhöht gleichzeitig die Frequenz Wien–Bremen auf vier wöchentliche Flüge (montags, mittwochs, donnerstags, sonntags).

Neben Hamburg (HAM) bietet mit Hannover (HAJ) ein weitere norddeutscher Flughafen weiterhin direkte Lufthansa-Verbindungen nach Frankfurt.

Titelfoto von DPA / Hauke-Christian Dittrich

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