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Ab dem 15. Juni können Mitglieder des American Express Membership Rewards Programms ihre Punkte nicht mehr in das Etihad Guest Treueprogramm übertragen.

Aktuell können Amex-Punkte im Verhältnis 3:2 in Etihad Guest-Meilen umgewandelt und zur Buchung des luxuriösen First-Class-Produkts Airbus A380 Apartment von Etihad Airways verwendet werden, einem der geräumigsten und luxuriösesten Produkte in der kommerziellen Luftfahrt, sowie für Tickets bei einer Reihe von Partnerfluggesellschaften, darunter American Airlines, Air Canada, Korean Air, Air New Zealand und Scandinavian Airlines.

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Was sich konkret ändert

Amex weist auf der deutschen Transferpartner-Seite seit wenigen Tagen darauf hin, dass der Punktetransfer zu Etihad Guest zum 15. Juni 2026 eingestellt wird. Damit endet eine fast zehn Jahre alte Partnerschaft, die Etihad Guest in Deutschland zu einem der wenigen Transferpartner außerhalb der großen Luftfahrtallianzen gemacht hat.

Wer seine Punkte noch zu Etihad Guest übertragen will, sollte den Transfer spätestens am 14. Juni anstoßen. Pro Transfer sind maximal 999.500 Punkte möglich, und Amex weist ausdrücklich darauf hin, dass ein einmal ausgelöster Transfer nicht rückgängig gemacht werden kann.

Nach dem Stichtag bleibt die Option, Etihad-Flüge weiterhin über Amex Reisen zu buchen und die Transaktion nachträglich mit Punkten zu begleichen. Diese Variante liefert allerdings einen deutlich schlechteren Punktewert als der direkte Meilentransfer und eignet sich kaum, um die Sweet Spots in der Etihad-Prämientabelle zu nutzen.

Das aktuelle Transferverhältnis

Das Verhältnis Membership Rewards zu Etihad Guest beträgt in Deutschland seit August 2025 3:2 – aus 3.000 MR-Punkten werden also 2.000 Etihad Guest Meilen. Vorher lag das Verhältnis bei 5:4. Amex hatte im vergangenen Sommer die Konditionen für mehrere Programme verschlechtert, darunter Cathay Asia Miles, Emirates Skywards und Qatar Privilege Club.

Anders sieht es in der Schweiz aus: Dort gilt aktuell ein Verhältnis von 2:1, also nochmals schlechter als in Deutschland. Eine Streichung des Etihad-Transfers ist für Schweizer Karteninhaber bislang nicht angekündigt. In Österreich war Etihad Guest ohnehin nie Teil des Transferpartner-Portfolios.

Etihad Boeing 787-9 Dreamliner Flugzeug am Flughafen München in Deutschland. Etihad Guest ist nun Transferpartner von Revolut RevPoints mit Amex Memberhship Rewards endet der Punktetransfer
Boarding1Now7/ iStock

Wer jetzt noch transferieren sollte und wer nicht

Reisen mit Etihad über den internationalen Flughafen Zayed (AUH) in Abu Dhabi, dem Drehkreuz der Fluggesellschaft, stehen angesichts des aktuellen Konflikts mit dem Iran vielleicht nicht an erster Stelle. Etihad Guest bietet jedoch eine hervorragende Möglichkeit, auch Flüge mit anderen Fluggesellschaften zu buchen.

Ein Transfer kurz vor Toresschluss lohnt sich aber nur, wenn du einen konkreten Verwendungszweck im Kopf hast. Etihad Guest hat seit der grundlegenden Award-Chart-Umstellung vor zwei Jahren viel von seiner Attraktivität eingebüßt. Dynamische Preise auf Etihad-eigenen Flügen, hohe Surcharges und eine der striktesten Stornierungsrichtlinien der Branche machen das Programm für die meisten DACH-Reisenden zur Nischenoption.

Es gibt aber weiterhin einzelne Sweet Spots, die einen Transfer rechtfertigen können:

  • Kurzstreckenflüge mit American Airlines innerhalb der USA ab 6.000 Meilen
  • Ausgewählte Etihad Business Class Strecken im Rahmen der Member-only Deals
  • Buchungen von Partnerairlines wie Brussels Airlines, Oman Air oder ANA auf bestimmten Routen

Wer keine konkrete Buchung plant, sollte die Punkte im Membership Rewards Konto behalten. Eine Übertragung „auf Vorrat“ bringt wenig, weil Etihad Guest Meilen nach 18 Monaten ohne Aktivität verfallen und einmal transferierte Punkte nicht zurückgebucht werden können.

Etihad-Buchungen über andere Wege

Auch nach dem 15. Juni bleiben Flüge mit Etihad über andere Transferwege mit Membership Rewards Punkten erreichbar. Air France/KLM Flying Blue hat Etihad als Partner und bietet teils bessere Raten als das hauseigene Programm. Hier profitierst du auch weiterhin von einem 5:4 Verhältnis, was Flying Blue für viele Etihad-Buchungen ab Deutschland zur sinnvolleren Wahl macht.

Auch Nutzer von Revolut können ihre gesammelten RevPoints weiterhin im Verhältnis 1:1 zu Etihad Guest übertragen.

Fazit

Der Wegfall trifft die DACH-Punktewelt weniger hart als die US-amerikanische, weil Etihad Guest hierzulande nie zu den meistgenutzten Transferzielen gehörte.

Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, denn eine weitere Option im Membership Rewards Programm endet, ohne dass eine Ergänzung folgt.

Wenn du einen konkreten Prämienflug mit Etihad im Auge hast, hast du noch rund vier Wochen Zeit, um deine Punkte zu übertragen. Andernfalls behalte die Punkte in deinem Membership Rewards Konto und denk über Flying Blue oder Avios als sinnvolle Alternativen für Nahost- und Asien-Strecken nach.

Titelfoto von izusek/ iStock

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