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Wer regelmäßig Meilen oder Punkte sammelt, stößt früher oder später auf einen zentralen Begriff der modernen Sammelstrategie: übertragbare Punkte. Gemeint sind Punkteprogramme, bei denen gesammelte Punkte flexibel zu verschiedenen Airline- und Hotelpartnern übertragen werden können, statt dauerhaft an ein einzelnes Vielflieger- oder Hotelprogramm gebunden zu sein.

Genau diese Flexibilität unterscheidet übertragbare Punkte von klassischen Meilenprogrammen. Sie ermöglichen es, Punkte gezielt dort einzusetzen, wo sich der höchste Gegenwert erzielen lässt, anstatt sich frühzeitig auf ein bestimmtes Programm festzulegen – mit allen Nachteilen bei Verfügbarkeiten, Preisen oder späteren Entwertungen.
Der praktische Vorteil zeigt sich vor allem bei hochwertigen Einlösungen. Übertragbare Punkte erlauben es, kurzfristig auf verfügbare Prämienflüge zu reagieren, Entwertungen einzelner Programme zu umgehen und gezielt Business- oder First Class-Flüge sowie luxuriöse Hotelaufenthalte zu buchen, bei denen der Wert pro Punkt deutlich über dem Durchschnitt liegt.

Im deutschsprachigen Raum stehen dafür inzwischen mehrere relevante übertragbare Punktewährungen zur Verfügung. Neben Programmen wie American Express Membership Rewards, PAYBACK und Marriott Bonvoy zählt dazu inzwischen auch RevPoints von Revolut, eine übertragbare Punktewährung, die insbesondere bei erfahrenen Meilensammlern eine wachsende Rolle spielt.

In diesem Leitfaden erfährst du, welche übertragbaren Punktewährungen es gibt, wann du Punkte übertragen solltest und dadurch den Wert deiner Prämien steigern kannst.

Was sind übertragbare Punkte?

Übertragbare Punkte sind Punkte, die du zunächst in einem zentralen Bonusprogramm sammelst und erst zu einem späteren Zeitpunkt zu verschiedenen Airline- oder Hotelprogrammen übertragen kannst. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Treueprogrammen von Airlines oder Hotels liegt darin, dass du dich nicht beim Sammeln, sondern erst beim Einlösen für ein konkretes Programm entscheidest.

Damit unterscheiden sich übertragbare Punkte grundlegend von Programmen wie Miles & More, Avios oder Hilton. Dort sammelst du Meilen direkt bei einer Airline oder einem Airline-Verbund und bist von Anfang an an deren Einlösetabellen, Verfügbarkeiten und spätere Entwertungen gebunden.

Übertragbare Punkte fungieren dagegen als Zwischenwährung. Du kannst sie über längere Zeit sammeln und erst dann transferieren, wenn:

  • die gewünschte Prämie verfügbar ist,
  • ein Transferbonus angeboten wird,
  • oder sich der beste Gegenwert ergibt.
übertragbare Punkte sammeln und flexibel zu Airlines und Hotels übertragen
PointsMag

Umsätze werden zunächst als Punkte in einem zentralen Punktekonto gesammelt. Erst bei der Einlösung entscheidest du dich, ob du die Punkte zu einem Airline- oder Hotelpartner überträgst – dort entsteht in der Regel der höchste Gegenwert. Alternative Einlösungen wie Cashback sind zwar möglich, liefern aber meist einen deutlich geringeren Wert pro Punkt.

Was nicht als übertragbare Punkte gilt

Nicht jedes Programm, das mehrere Einlösemöglichkeiten wie z.B. Flüge und Sachprämien bietet, ist automatisch eine übertragbare Punktewährung. Keine übertragbaren Punkte sind beispielsweise:

  • klassische Airline-Treueprogramme ohne externe Transferoptionen,
  • Hotelprogramme, bei denen Punkte ausschließlich für eigene Übernachtungen genutzt werden können,
  • Cashback- oder Gutscheinprogramme ohne festen Transfermechanismus zu Airline- oder Hotelpartnern.

Auch Punkte, die lediglich im eigenen Portal für Reisen eingelöst werden können, gelten nicht als übertragbar, da hier keine echte Wahl zwischen verschiedenen Partnerprogrammen besteht.

Warum sind übertragbare Punkte so wertvoll?

Kurz gesagt: Übertragbare Punkte oder Meilen bieten Flexibilität bei der Einlösung deiner Prämien für Reisebuchungen. Wenn du z.B. über eine große Anzahl an Miles & More Meilen verfügst, kannst du du diese nur bei Lufthansa und deren Partnern einlösen.

Verfügst du dagegen über einen großen Vorrat an Amex Membership Rewards Punkten, hast du deutlich mehr Optionen zur Verfügung.

Du kannst deine Punkte auch zu Hilton Honors, Marriott Bonvoy oder Radisson Rewards übertragen und für luxuriöse Hotelaufenthalte einlösen.

Schließlich hast du die volle Kontrolle über deine hart verdienten Punkte und kannst diese so lange behalten, bis du eine konkrete Reise gefunden hast, die du buchen möchtest.

Relevante übertragbare Punkte im DACH-Raum

American Express Membership Rewards

American Express Membership Rewards gehören zu den wichtigsten übertragbare Punktewährungen im deutschsprachigen Raum. Punkte werden über Umsätze mit American Express Kreditkarten gesammelt und auf deinem Membership Rewards Punktekonto gutgeschrieben, bevor du sie einlösen oder zu 14 Airline- oder Hotelpartnern und Payback übertragen kannst.

Der größte Vorteil von Membership Rewards liegt in der Vielfalt der Transferpartner. Punkte lassen sich zu verschiedenen Airline-Treueprogrammen aller drei großen Allianzen sowie zu drei Hotelprogrammen übertragen. Dadurch eignen sich Membership Rewards besonders für Reisende, die flexibel auf Verfügbarkeiten reagieren oder gezielt nach hochwertigen Einlösungen suchen.

Membership Rewards lassen sich ausschließlich über American Express Karten sammeln, die allgemein mit Jahresgebühren verbunden sind. Für Vielreisende und fortgeschrittene Meilensammler ist Membership Rewards die wichtigste unter den übertragbaren Punktewährungen im DACH-Raum.

junge selbstständige Geschäftsfrau wartet entspannt in einer Flughafen-Lounge auf ihren Flug
andresr / iStock

Hier findest du einige der beliebtesten American Express Karten, mit denen du Membership Rewards Punkte sammeln kannst:

Viele dieser Karten bieten regelmäßig erhöhte Willkommensangebote oder Aktionen im Rahmen der Freundschaftswerbung, mit denen sich der Einstieg in das Programm besonders lohnen kann.

Zusätzlich ermöglicht American Express über Amex Offers das Sammeln weiterer Membership Rewards Punkte oder das Nutzen von Rabatten bei ausgewählten Partnern. Ein regelmäßiger Blick auf die verfügbaren Angebote kann den Punktezuwachs im Alltag spürbar erhöhen.

Revolut RevPoints

Während Revolut für viele Meilensammler ursprünglich vor allem deshalb interessant war, weil sich das Konto mit meilenfähigen Kreditkarten aufladen ließ und das Guthaben anschließend für Ausgaben wie Miete, Rechnungen oder Überweisungen genutzt werden konnte, steht diese Sammelstrategie heute nicht mehr allein im Mittelpunkt.

Stattdessen gewinnt RevPoints als eigenständiges Bonusprogramm für übertragbare Punkte zunehmend an Bedeutung. RevPoints werden durch Umsätze, optionale Zusatzfunktionen wie Wechselgeld-Rundungen, zeitlich begrenzte Aktionen sowie gezielte Produktnutzung gesammelt, wobei die Sammelrate unmittelbar vom gewählten Revolut-Abo abhängt.

junger Mann mit nutzt als Anfänger gern die Amex Gold zum Sammeln von Punkten im Zug
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Gesammelte RevPoints lassen sich im Verhältnis 1:1 zu 13 Airlineprogrammen übertragen, darunter beliebte Transferpartner wie Air France-KLM Flying Blue, British Airways Club und Turkish Airlines Miles & Smiles. Damit ermöglicht RevPoints Einlösungen bei Airlines aller drei großen Allianzen.

Das leistungsstärkste Produkt ist Revolut Ultra, das neben der besten Sammelrate von 1 Punkt pro 1 Euro auch verschiedene Reise- und Lifestyle-Vorteile sowie Zugang zu Airport-Lounges umfasst.

Mit den Revolut Business Abos gibt es zudem ein Angebot für Geschäftsinhaber und Selbstständige, die so mit ihren geschäftlichen Ausgaben RevPoints sammeln können.

Bunq Points

Auch die niederländische Neobank bunq bietet mit Bunq Points ein eigenes Bonussystem, bei dem gesammelte Punkte unter anderem in Meilen ausgewählter Airlineprogramme übertragen werden können.

Die Möglichkeit des Punktsammelns besteht nur, wenn ein kostenpflichtiges Abonnement aktiviert ist. So verdienen Nutzer der bunq Abonnements Core oder Pro für Umsätze und andere Aktivitäten im Zusammenhang mit ihrem Bunq-Konto 1 Punkt pro 1 Euro, Mitglieder des Bunq Abos Elite sammeln 2 Punkte pro 1 Euro.

Membership Rewards beliebte übertragbare Punktewährung
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Neben Umsätzen können Punkte auch durch bestimmte Konto-Aktivitäten gesammelt werden, etwa durch das Einladen neuer Nutzer, das Festlegen von bunq als Hauptbank oder zu besonderen Anlässen wie Jubiläen. Die maximale Anzahl an monatlich sammelbaren Punkten ist jedoch auf 10.000 Punkte begrenzt. Nicht eingelöste Bunq Points verfallen zwei Jahre nach dem Sammeln.

Die gesammelten Punkte lassen für verschiedene Prämien einlösen. Neben Gutscheinen und Rabatten bei Partnern, Merchandise-Artikeln und kostenlosen Monaten des Bunq-Abos ist seit Herbst 2025 auch ein Transfer zu Vielfliegerprogrammen möglich. Bunq Points können im Verhältnis 8:1 in Meilen von Aer Lingus AerClub, Air France-KLM Flying Blue, British Airways Club, Iberia Club und Vueling Club übertragen werden.

Marriott Bonvoy

Etas überraschend vielleicht, dass mit Marriott Bonvoy auch das Treueprogramm einer Hotelkette zu den übertragbaren Punktewährungen zählt. Obwohl Marriott Bonvoy Punkte  in erster Linie für Aufenthalte in Hotels des weltweiten Marriott Portfolios nützlich sind, können Punkte auch flexibel eingesetzt werden – insbesondere durch die Möglichkeit, sie in Meilen zahlreicher Airlineprogramme zu übertragen.

Der Kern von Marriott Bonvoy liegt weiterhin im Hotelbereich: Punkte werden durch Übernachtungen, Ausgaben in Marriott-Hotels sowie über ausgewählte Kreditkarten und Partner gesammelt und lassen sich für kostenlose Nächte, Upgrades oder Sonderleistungen einlösen. Gleichzeitig bietet kaum ein anderes Hotelprogramm eine vergleichbare Anzahl an Airline-Transferpartnern.

übertragbare Marriott Bonvoy Punkte können auch in Airline-Programme übertragen werden
PointsMag

Marriott Bonvoy Punkte können zu mehr als 35 Vielfliegerprogrammen übertragen werden, darunter Programme aller drei großen Allianzen wie United MileagPlus, Alaska Airlines Atmos Rewards oder Virgin Atlantic Flying Club mit interessanten Einlösemöglicheiten. Das Standard-Transferverhältnis liegt bei 3:1. Besonders relevant ist dabei der integrierte Transferbonus:
Bei der Übertragung von 60.000 Bonvoy Punkten erhältst du 5.000 zusätzliche Meilen, sodass effektiv 25.000 Meilengutgeschrieben werden.

Dieser Mechanismus macht Marriott Bonvoy vor allem dann interessant, wenn dir für eine konkrete Prämie einige Meilen fehlen oder andere übertragbare Punktewährungen für die gewünschte Einlösung nicht verfügbar sind.

Payback

Das letzte Programm in der Liste bietet nur einen einzigen Transferpartner und dennoch sind diese Punkte sehr wertvoll. Im deutschsprachigen Raum ist PAYBACK das alltagstauglichste Bonusprogamm, um ohne zusätzliche Kosten und Kreditkartenfokus systematisch Meilen aufzubauen.

PAYBACK Punkte lassen sich vor allem durch alltägliche Ausgaben verdienen wie im Supermarkt, an der Tankstelle oder beim Online-Shopping. Dabei kann die Sammelrate durch Coupons, zeitlich begrenzte Promotions sowie gezielte Mehrfachpunkt-Aktionen erheblich gesteigert werden.

mit PAYBACK im Alltag wie Supermarkt übertragbare Punkte sammeln und in Miles & More Meilen übertragen
zamrznutitonovi/ iStock

Eine weitere Möglichkeit zum Sammeln zusätzlicher Payback Punkte ist eine passende Kreditkarte, mit der PAYBACK American Express Card kannst du durch deinen Umsatz auch bei Nicht-Payback-Partnern punkten, die Karte ist dauerhaft ohne Jahresgebühr und so auch für Einsteiger attraktiv.

Doch der strategische Vorteil von PAYBACK liegt in der Möglichkeit, Punkte im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen übertragen werden können. Damit fungiert PAYBACK faktisch als vorgelagerte Sammelwährung für das Miles & More Programm.

Besonders attraktiv wird PAYBACK durch regelmäßig wiederkehrende Transferboni, bei denen beim Umtausch von PAYBACK Punkten zu Miles & More zusätzliche Meilen gutgeschrieben werden. In diesen Aktionszeiträumen steigt der effektive Gegenwert der Punkte deutlich, insbesondere bei späteren Einlösungen für Business- oder First Class-Prämienflüge.

Vergleich: Welche übertragbare Punktewährung passt zu welchem Reisetyp?

Die folgende Übersicht ist bewusst kompakt gehalten. Sie zeigt die strategischen Unterschiede der wichtigsten Programme im DACH-Raum – Details, Bedingungen und Beispiele findest du jeweils in den einzelnen Abschnitten darunter.

Programm So sammelst du Transfer-Logik Pro Ideal für Contra
American Express Membership Rewards Kartenumsätze mit Amex 11 Airline- & 3 Hotel-Programme + Payback Maximale Flexibilität & Optimierung (Transferboni, Sweet Spots) Vielreisende, Optimierer, Premium-Einlösungen Jahresgebühr, Akzeptanz je Händler
PAYBACK Alltagskäufe + Coupons/Mehrfachpunkte + optional Kreditkarte 1:1 zu Miles & More Einfach, planbar, alltagstauglich – stark bei Transferboni Lufthansa-/Star-Alliance-Fokus, Einsteiger, Haushaltsausgaben Keine Flexibilität außerhalb Miles & More
Revolut RevPoints Umsätze + optionale App-Funktionen; Sammelrate abhängig vom Abo 1:1 zu ausgewählten Airline-Partnern (fokussierte Auswahl) Schnelles Sammeln bei hohem Umsatz im Abo – modern & unkompliziert Fortgeschrittene, die Revolut ohnehin intensiv nutzen Abo-Kosten; Partnerauswahl kleiner als bei Amex
Bunq Points Kartenzahlungen + Konto-Aktivitäten; nur im kostenpflichtigen Abo Transfer zu ausgewählten Avios-/Flying-Blue-Programmen (8:1) Zusatznutzen für aktive bunq-Nutzer, einfache Rewards bunq als Hauptbank, „Nebenbei“-Sammeln ohne Meilen-Fokus Monatliches Punkte-Limit; Transferverhältnis; kein Kernprogramm für Optimierer
Marriott Bonvoy Hotelübernachtungen + Aktionen; ggf. Transfers (z. B. von Amex) 38 Airline-Programme (Standard 3:1; Bonus bei 60k) Brückenwährung & Airline-Zugang außerhalb des Amex-Kosmos Fortgeschrittene mit Hotelbezug & konkretem Transferziel Komplexer; Transfers endgültig; dynamische Hotelpreise

Einordnung: Die Programme unterscheiden sich weniger in der reinen Punkteanzahl als in ihrer strategischen Einsatzmöglichkeit.

Während American Express Membership Rewards maximale Flexibilität und Optimierung erlauben, sind PAYBACK und Revolut RevPoints stärker auf klar definierte Nutzungsszenarien ausgerichtet. Bunq Points und Marriott Bonvoy ergänzen die Landschaft als spezialisierte Lösungen für bestimmte Nutzergruppen, sind aber keine eigenständige Sammelstrategie.

Welche Punktewährung sinnvoll ist, hängt daher weniger vom „besten“ Programm ab als von deinem Reiseverhalten, deiner Ausgabenstruktur und dem gewünschten Einlösefokus.

Wann solltest du Punkte übertragen?

Auch wenn sich Punkte für Flüge, Hotels, Sachprämien oder Gutscheine einsetzen lassen, sind nicht alle Einlösemöglichkeiten gleich sinnvoll. Übertragbare Punkte entfalten ihren größten Wert dann, wenn du sie gezielt und situationsabhängig einsetzt – ähnlich wie echtes Geld.

Grundsätzlich hast du zwei Optionen: Du kannst Reisen direkt über das Buchungsportal deines Kreditkartenanbieters wie etwa Amex Travel buchen oder deine Punkte in ein Airline- oder Hotelprogramm übertragen und dort als Prämie einlösen. Obwohl das Ergebnis identisch wirkt – eine Reise mit Punkten – unterscheidet sich der Gegenwert teils erheblich.

Schauen wir uns dazu ein konkretes Beispiel an. Eine Übernachtung im Conrad Algarve kostet im Sommer regulär rund 721 Euro. Buchst du diese über Amex Travel und bezahlst mit Membership Rewards Punkten, entspricht das einem Gegenwert von etwa 0,5 Cent pro Punkt. Für eine Nacht wären somit rund 152.000 Punkte erforderlich. Nutzt du alternativ die Funktion „Zahlen mit Punkten“, sinkt der Gegenwert sogar auf etwa 0,4 Cent pro Punkt.

übertragbare Membership Rewards Punkte bei Amex Travel für das Conrad Algarve einlösen

Überträgst du deine Membership Rewards Punkte hingegen im Verhältnis 1:1 zu Hilton Honors, kannst du dasselbe Zimmer für 110.000 Hilton Punkte buchen. Der effektive Gegenwert liegt damit bei rund 0,65 Cent pro Punkt und damit deutlich über dem, was bei einer direkten Buchung oder Punktzahlung erzielt wird.

Hilton Honors Punkte für eine Prämiennacht im Conrad Algarve einlösen
Hilton

Das Prinzip lässt sich auch auf Flüge übertragen; besonders bei kurzfristigen Buchungen, hohen Barpreisen oder Premium-Kabinen führt der Transfer zu Airline-Programmen fast immer zu einem deutlich besseren Ergebnis.

Eine wichtige Ausnahme solltest du dennoch kennen: Buchst du Flüge über Amex Travel, sammelst du in der Regel weiterhin reguläre Meilen. Bei Prämienflügen nach einem Punktetransfer entfällt dieser Vorteil – was jedoch in den meisten Fällen durch den deutlich höheren Gegenwert mehr als ausgeglichen wird.

Wann sich der Punktetransfer fast immer lohnt

  • Bei hohen Barpreisen; Je teurer ein Flug oder ein Hotelaufenthalt in Euro ist, desto größer ist meist der Vorteil eines Punktetransfers – insbesondere bei kurzfristigen Buchungen.
  • Für Business- und First Class-Flüge: Der größte Gegenwert pro Punkt entsteht fast immer bei Premium-Kabinen. Hier liegen die effektiven Werte häufig deutlich über dem, was Portale oder „Zahlen mit Punkten“-Funktionen bieten.
  • Wenn feste Prämienpreise greifen: Viele Vielfliegerprogramme nutzen noch feste Award-Tabellen oder nur moderat dynamische Preise. Transfers lohnen sich besonders dann, wenn der Barpreis steigt, der Punktepreis aber stabil bleibt.
  • Bei aktiven Transferboni: Bonusaktionen von 20–40 % können den effektiven Punktwert erheblich steigern – vorausgesetzt, du hast bereits eine konkrete Einlösung im Blick.
  • Kurz vor der Buchung, nicht auf Vorrat: Punkte sollten erst dann übertragen werden, wenn Verfügbarkeiten geprüft sind. Einmal transferierte Punkte lassen sich in der Regel nicht zurücktauschen.
Kaviar Service in der Lufthansa Allegris First Class Suite Plus
PointsMag

Typische Fehler beim Übertragen von Punkten

Übertragbare Punkte bieten enorme Flexibilität, doch genau darin liegt aber auch die größte Fehlerquelle. Viele Einsteiger verschenken einen erheblichen Teil des möglichen Gegenwerts, weil sie Punkte vorschnell oder ohne klare Strategie übertragen. Die folgenden Fehler treten in der Praxis besonders häufig auf.

Punkte ohne konkrete Einlösung übertragen

Der mit Abstand häufigste Fehler: Punkte werden „auf Vorrat“ zu einem Airline- oder Hotelprogramm transferiert, ohne dass eine konkrete Buchung geplant ist.

Übertragene Punkte lassen sich in der Regel nicht zurücktauschen. Sinkt der Gegenwert durch eine Entwertung des Zielprogramms oder ändern sich die Verfügbarkeiten, ist der Schaden dauerhaft.
Grundregel: Punkte erst dann übertragen, wenn die gewünschte Prämie verfügbar ist und unmittelbar gebucht werden kann.

Verfügbarkeiten nicht vorab prüfen

Ein hoher Punktebestand nützt wenig, wenn keine passenden Prämien verfügbar sind. Gerade bei Premium-Kabinen ist die Verfügbarkeit stark eingeschränkt und variiert je nach Programm erheblich.

Viele Programme zeigen Prämienflüge nur sehr begrenzt oder kurzfristig an. Wer Punkte überträgt, ohne zuvor im Zielprogramm nach verfügbaren Flügen oder Nächten zu suchen, riskiert blockiertes Guthaben ohne Nutzungsmöglichkeit.

Transferboni ignorieren – oder falsch nutzen

Transferboni können den Gegenwert einer Einlösung massiv steigern, werden aber oft entweder gar nicht genutzt oder falsch eingesetzt.

Ein Bonus macht nur dann Sinn, wenn:

  • die gewünschte Prämie ohnehin geplant ist
  • die Verfügbarkeit bereits geprüft wurde
  • der Bonus keine schlechtere Einlösung attraktiv erscheinen lässt

Ein häufiger Fehler ist es, nur wegen eines Bonus Punkte zu übertragen, obwohl es keine konkrete Buchung gibt oder bessere Alternativen bestehen.

Den effektiven Punktwert falsch bewerten

Viele Nutzer vergleichen lediglich die Anzahl benötigter Punkte und übersehen dabei:

  • Steuern und Gebühren
  • Opportunitätskosten
  • alternative Einlösungen mit höherem Wert

Eine scheinbar günstige Prämie kann am Ende einen schlechteren Gegenwert liefern als eine andere Option mit höherem Punktebedarf, aber niedrigeren Zuzahlungen oder besserem Produkt.

Punkte für einfache Economy-Flüge oder Sachprämien einsetzen

Übertragbare Punkte entfalten ihren größten Wert dort, wo Bargeldpreise hoch und Prämienpreise vergleichsweise stabil sind – insbesondere:

  • Business- und First-Class-Flüge
  • hochwertige Hotelaufenthalte
  • kurzfristige Buchungen mit hohen Cash-Preisen

Für einfache Economy-Flüge, Gutscheine oder Sachprämien sind übertragbare Punkte in der Regel zu wertvoll. Hier wird oft nur ein Bruchteil des möglichen Gegenwerts erzielt.

Unterschiede zwischen Programmen unterschätzen

Nicht jedes Vielfliegerprogramm funktioniert gleich:

  • unterschiedliche Award-Charts
  • unterschiedliche Zuschläge
  • unterschiedliche Umbuchungs- und Stornoregeln

Wer Punkte überträgt, ohne die Feinheiten des Zielprogramms zu kennen, zahlt häufig unnötig hohe Gebühren oder verliert Flexibilität bei Änderungen.

Fazit

Das Sammeln und Einlösen von Punkten erfordert zwar etwas Aufwand, doch die Übertragung an Airline- und Hotelpartner ist der Schlüssel zur optimalen Wertschöpfung. So erhältst du deutlich mehr Vorteile als nur feste Preise und profitierst von größerer Flexibilität – insbesondere bei Last-Minute- oder Premium-Buchungen.

Die besten Optionen, die dies ermöglichen, findest du in unser Übersicht zu Kreditkarten zum Punkte und Meilen sammeln.

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Titelfoto von Zorica Nastasic/ iStock

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